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Bambusgerüst - ein Gerüst der Zukunft?

Bambusgerüst - ein Gerüst der Zukunft?

In Asien ist Bambus schon seit Jahrhunderten im Gerüstbau zu finden. Dort wird das Bambusgerüst heute noch aufgrund der hohen Stabilität und der niedrigen Anschaffungskosten den in Europa gängigen Stahlrohr-Kupplungsgerüsten und anderen konventionellen Systemgerüsten vorgezogen. Zudem ist Bambus in Asien ein weitverbreiteter Rohstoff.

Eine junge Bambuspflanze, die im Alter von 2,5 Jahren ausgepflanzt wird, verwurzelt sich im ersten Jahr. In den darauffolgenden Jahren entwickelt der Bambus ein jährliches Höhenwachstum von ca. 150 Prozent. Nach rund sieben Jahren hat er seine Endhöhe erreicht und kann nun für den Gerüstbau verwendet werden. Dazu werden die Bambusrohre mit Hilfe von Seilen und einer speziellen Bindetechnik verbunden und werden als Fassadengerüst genutzt.

Die Verwendung von Seilen als Baustoff im Hochbau erscheint jedoch sehr fragwürdig. Gerade die Verbindungselemente sind das empfindlichste Teil eines Gerüstes, da es die Belastung von einem Rohr auf das Nächste überträgt.
In Deutschland würde kein Prüfungsausschuß die Bambuskonstruktion genehmigen, denn diese Art der Verbindungstechnik würde den hiesigen Sicherheitsstandards niemals genügen.

Der Rohstoff selbst ist aufgrund seines schnellen Wachstums, seiner Nachhaltigkeit sowie der Anschaffungskosten nicht von der Hand zu weisen. Und das Interesse an einer Weiterentwicklung des Baustoffs Bambus besteht auch in Deutschland. Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt haben sich bereits damit eingehend beschäftigt und vielleicht sehen wir in ferner Zukunft ein Bambusgerüst auch hier bei uns?

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